Fische

Bachsaibling

Er bevorzugt kalte schnell fließende Bäche und bewohnt deren Oberlauf bis zur Quellregion. Da er nicht auf Unterstände angewiesen ist, eignet er sich besonders als Besatz für begradigte Gewässer. Darüber hinaus gedeiht er auch in sauren, meist nahrungsarmen Urgesteinsgewässern. In Oberfranken kommt er hauptsächlich im Oberlauf der Bäche des Fichtelgebirges und Frankenwaldes vor. Nutzbare Bestände finden sich im Einzugsgebiet von Saale, Eger, Weißer Main, Schwesnitz, Rodach, Wilde Rodach, Haßlach, Kronach und Grümpel. Ein weiteres Verbreitungsgebiet befindet sich in den Ausläufern des südlichen Thüringerwaldes mit den Gewässern Itz, Lauter und Rodach.

Bachforelle

Die Bachforelle ist der am weitesten verbreitete einheimische Salmonide und bewohnt den Oberlauf aller Fließgewässer, meidet jedoch, weil sie Unterstände braucht, ausgebaute Bachstrecken und reagiert auf Abwassereinleitungen durch Abwanderung. Die bedeutendsten Bachforellenbestände finden sich in den Gewässern der Fränkischen Schweiz, d. h. der Wiesent und ihren Zuflüssen. Daneben findet sich die Bachforelle auch im Unterlauf aller oben genannten Bachsaiblingsgewässer.

Äsche

Die Äsche lebt als Standfisch in klaren, kühlen Gewässern mit Sand- oder Kiesgrund. Sie reagiert besonders empfindlich auf Gewässerverschmutzungen. Die bedeutendsten Vorkommen in Oberfranken sind in der sächsischen Saale, Eger, Rodach, Haßlach, Itz und Rodach, Wiesent, Roter Main (vor Bayreuth), Trubach und Rauhen Ebrach.

Regenbogenforelle

Regenbogenforellen kommen durch Besatzmaßnahmen in den meisten Aschen- und Bachforellengewässern vor. Außerdem in zahlreichen Bagger- und Speicherseen.

Hechte

Der Hecht lebt als Standfisch sowohl im Unterlauf von Fließgewässern als auch in natürlichen und künstlichen Seen. Er bevorzugt ruhige, wärmere und klare Gewässer mit verkrauteten Uferpartien. In Oberfranken wird er vorzugsweise gefangen im Main, in der Regnitz, im RMD-Kanal und allen Baggerseen sowie vereinzelt in den Unterläufen aller größeren Flüsse.

Zander

Der Zander findet geeignete Lebensbedingungen im Main und in der Regnitz und im RMD-Kanal sowie in allen Baggerseen mit wärmeren Temperaturen planktonreichem Wasser und guten Sauerstoffverhältnissen.

Barsch

Barsche sind weit verbreitet in stehenden und fließenden Gewässern. Sie kommen zahlreich in meist kleinwüchsigen Formen in den Baggerseen entlang des Mains, Weißenstädter See, im RMD-Kanal und in der Regnitz vor.

Karpfen und Schleie

Diese Fischarten bevorzugen warme stehende oder langsam fließende Gewässer mit reichen Pflanzenbeständen und schlammigem Untergrund.

Hauptsächliche Vorkommen sind im Main zwischen Lichtenfels und Bamberg, Regnitz, RMD-Kanal und den zahlreichen Baggerseen sowie im Weißenstädter See und im Förmitzspeicher zu finden.

Aal und Aalrutte

Diese Fische sind widerstandsfähig gegen Gewässerverunreinigungen und kommen daher in fast allen Bächen und Flüssen (Aale durch Besatzmaßnahmen) bis zum Oberlauf vor. Beide sind gefährliche Laichräuber und besonders der Aal gefährdet die noch vorhandenen Edelkrebsbestände.

Barben und Nasen

Barben und Nasen sind in Oberfranken fast nur im Main anzutreffen, da sie nur dort den geeigneten Lebensraum (wärmeres, nahrungsreiches Wasser, schnell fließende Gerinne über Sand- oder Kiesgrund) vorfinden.

Aitel (Döbel)

Der Aitel ist ein zäher und widerstandsfähiger Fisch, der in fast allen fließenden Gewässern bis hinauf in die Bachforellenregionen anzutreffen ist, wo er als Laich- und Bruträuber nur ungern gesehen wird.

Brachsen, Rotaugen, u. a.

Brachsen und Rotaugen kommen in allen stehenden und langsam fließenden Gewässern vor. Besonders häufig sind sie in den Baggerseen entlang des Mains und der Regnitz.

Gründling und Bartgrundel

Diese Fischarten sind in fast allen kleinen fließenden Gewässern verbreitet. Sie bilden zusammen mit der Mühlkoppe die Nahrungsgrundlage für die räuberischen Salmoniden.

Krebse

In Oberfranken trifft man noch in fast allen guten Salmonidengewässern Edelkrebse und Steinkrebse in begrenztem Umfang an. Aalbesatz und Abwassereinleitung verhindern eine Wiederausbreitung. In den Teichen des nördlichen Aischgrundes treten noch Galizier- (Sumpfkrebse) auf. Der Kamberkrebs kommt zahlreich im Main vor und dringt inzwischen auch in die Unterläufe einiger Nebenflüsse ein.

Flussperlmuschel

In einigen Grenzgewässern Ostoberfrankens finden sich noch Flussperlmuschelbänke, die unbedingt erhalten werden müssen.

Sumpfschildkröte

Ganz vereinzelt trifft man in warmen Weihergebieten Westoberfrankens auch noch die Sumpfschildkröte an.

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